Was sollte ich kennen, wie kann ich es lernen?Im Laufe der Bachelor Studiengänge VWL (Economics) und BWL kommt man zwangsläufig in Berührung mit PCs, Büro- und inbesondere Statistiksoftware; Pflicht ist der VPN-Client. Spätestens als Master-Student sollte man alle genannten Programme und Plattformen wenn nicht beherrschen, dann zumindest kennen. Wie schon auf der Hauptseite angemerkt: Wer Detailinformationen haben will, sollte den passenden Wikipediaartikel lesen, die Dokumentation des Programms lesen oder einfach ein Fachbuch aus der Universitätsbibliothek ausleihen.StatistiksoftwareMatlab... ist eine proprietäre Programmiersprache für numerische Berechnungen. Matlab wird insbesondere im Bereich Statistik und Ökonometrie benutzt, und eignet sich vor allem für Berechnungen mit Matrizen sowie deren grafische Darstellung. Matlab-Programme können in einem einfachen Texteditor geschrieben werden, die Matlab-Programmoberfläche stellt jedoch auch selbst einen Editor zur Verfügung. Matlab ist auf den Rechnern in den PC-Labors Statistik/Ökonometrie und VWL installiert; wichtige (und teure) Erweiterungen wie beispielsweise die Finance-Toolbox gibt es leider nicht. Eine nahezu vollständig kompatible OpenSource Alternative zu Matlab ist Octave, das man sich legal und kostenlos hier herunterladen kann. Matlab ist für jeden Studenten der Wirtschaftswissenschaften ein Muss um das man nicht herumkommt. Nichts ist vielseitiger als Matlab, und kaum ein Programm ist weiter verbreitet - außer vielleicht SPSS.Stata... ist ein datensatzorientiertes proprietäres Statistikprogramm, welches vor allem durch seine Zugänglichkeit und leichte Erweiterbarkeit punktet. Es ist insbesondere in der Empirischen VWL weit verbreitet und ist wie Matlab in beiden PC-Labors verfügbar. Im Gegensatz zur Arbeit mit Matlab kann man bei Stata je nach Aufgabenstellung dem Programmieren weitestgehend aus dem Weg gehen; es hilft jedoch enorm es nicht zu tun. Ein wichtiger Vorteil von Stata ist die relativ erschwingliche Studentenlizenz; für empirische Abschlussarbeiten ist es durchaus eine Option eine Lizenz zu erwerben. Mit Stata umgehen können ist für Volkswirte eine sinnvolle Zusatzqualifikation, besonders wenn Forschungsinteresse besteht. Stata wird trotzdem auch in vielen Banken, Versicherungen und öffentlichen Verwaltungen (Statistisches Bundesamt z.B.) genutzt.SPSS... ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete proprietäre Statistiksoftware überhaupt. Vor allem in den Bereichen BWL, Soziologie, Politik und Psychologie ist SPSS verbreitet und anerkannt, weniger in der VWL. SPSS hat einen großen Grundumfang an Funktionen, der ohne jegliches Hintergrundwissen benutzt werden kann. Für wen Programmieren und Statistik absolute Reizwörter sind, der kann mit minimalem Einsatz mit SPSS trotzdem zumindest hübsch anzusehende Ergebnisse erzielen. Nachteil bei SPSS ist die relativ teure und zeitlich beschränkte Lizenz. Eher ein Werkzeug für die BWL, aber unbestritten mächtig wenn man sich einarbeitet. SPSS ist ohne jegliche Diskussion das Statistikprogramm, mit dem man sowohl in Forschung als auch in der Industrie am häufigsten konfrontiert wird, Kenntnisse im Umgang mit SPSS sind daher definitiv praxisrelevant und empfehlenswert.SAS... ist eine oft in Unternehmen genutzte Statistiksoftware, die im Forschungskontext nicht so häufig anzutreffen ist wie Matlab, Stata, SPSS. SAS bringt ebenfalls seine eigene Programmiersprache mit; hervorzuheben ist die einfache Einbindung von anderen Programmiersprachen wie Java und C, sowie die Fähigkeiten im Bereich Data-Mining und Business Intelligence. Die Relevanz von SAS ist im Studium nicht allzu hoch, für das Berufsleben jedoch potentiell sehr hilfreich.GAUSS... ist eine proprietäre numerische Mathematik- und Statistiksoftware die schwerpunktmäßig in der Ökonometrie und Optimierung eingesetzt wird. GAUSS punktet durch einfaches Einbinden von "echten" Programmiersprachen wie C und Fortran. GAUSS ist für alle wichtig und interessant, die sich ernsthaft für empirische Forschung interessieren. Eviews... ist eine proprietäre Ökonometriesoftware die vor allem für die ökonometrische Analyse von Zeitreihen geeignet ist. Eviews ist stark spezialisiert auf und weit verbreitet im Bereich Ökonometrie. Eine frei erhältliche vielseitige und mächtige OpenSource Alternative zu Eviews ist die GNU Regression, Econometrics and Time-Series Library (gretl), die man hier bekommen kann. Grundkenntnisse in Eviews sind hilfreich und nicht sonderlich schwer zu erwerben, weil Eviews wie SPSS eine recht intuitive grafische Benutzeroberfläche bereitstellt. Vertiefte Kenntnisse lohnen sich für an Ökonometrie Interessierte.BürosoftwareMS Word... bedarf eigentlich kaum einer Erklärung. Microsoft Word ist die am weitesten verbreitete Textverarbeitungssoftware, und bietet für den geübten Benutzer Rechtschreib- und Grammatikkorrektur.MS ExcelLibreoffice/OpenofficeLatex/LyxGoogle Docs (zur Kooperation in Seminargruppen geeignet), OLAT, HISPOS, HISQIS, VPN-Client... |